Das Motto „Eine andere Politik ist möglich“ führte
mich im Frühjahr 2005 in die WASG. Der von Schröder und
seinen Mittätern betriebene Abbau der staatlichen Sozialleistungen
hatte mich immer mehr empört. Eines Tages konnte ich nicht
mehr nur zusehen, wie immer mehr Menschen der Grundlage von Menschenwürde
- des Rechtes auf Arbeit - beraubt werden und wie die Arbeitenden
immer mehr unter Druck gesetzt werden. Während des Bundestag-Wahlkampfes
an der Seite der Linkspartei.PDS habe ich vielfach von dem konkreten
Schicksal der Bürger erfahren und dabei festgestellt, dass
die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit und des Sozialabbaus im individuellen
Fall noch viel schlimmer sind, als ich mir vorgestellt hatte.
In meinen langen Berufsjahren als Lehrerin und Lehrerausbildnerin
waren es die Benachteiligten und die in meinen Augen ungerecht
Behandelten, um die ich mich besonders gekümmert habe. Das
möchte ich jetzt als eine der „jungen Alten“ auf
anderer Ebene fortsetzen. Benachteiligt in puncto Lebens-qualität
sind viele bei uns - die meisten unver-schuldet durch Lebensumstände
und/oder Lebens-alter. Hier will ich helfen, dass wirtschaftliche
Vernunft und soziale Gerechtigkeit keine Gegenpole werden, sondern
dass ein menschliches Miteinander ausgleichend wirkt. Das muss
besonders im Bildungsbereich möglich sein.
Dass jeder sein Leben ein Leben lang in Würde leben kann -
dafür will ich mich engagieren.